In diesem Artikel geht es um die Liebe Gottes  – um die bedingunslose, wundervolle, atemberaubende und lebensverändernde Liebe Gottes! Es ist interessant, dass Christen behaupten daran zu glauben, dass Gott sie liebt, obwohl ihr Wissen darum nur in ihrem Verstand zu Hause ist und nicht in ihrem Herzen. Durch die Bank weg haben sowohl Katholiken als auch Protestanten und Nicht-Gläubige ihre Schwierigkeiten damit. Sie verfallen der Angst, den Schuldgefühlen und Sorgen, dem Perfektionismus und sogar dem Zweifel.

Eines der Hauptprobleme unserer Schwierigkeiten mit der Beziehung zu Jesus/Gott ist unsere Überzeugung, das Gottes Liebe an Bedingungen geknüpft ist. Sie beruht demnach darauf, dass wir ihrer würdig sind, und dass wir alles tun müssen, was er uns befiehlt, auch dann wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Irrigerweise nehmen wir an, dass wir uns nur dann seiner Liebe als würdig erweisen und er nur dann mit uns zufrieden ist, wenn wir ja nur alles richtig machen, die großen Sünden vermeiden, und wir im spirituellen Sinne alle I-Tüpfelchen setzen. Auch meinen wir fälschlicherweise, dass er böse mit uns ist, wenn wir nicht tun, was er von uns verlangt und dann, wenn wir oft und gewaltig sündigen, dass er auf uns herabschaut und mächtig den Kopf schüttlelt. Oder er verweigert uns solange seine Liebe, bis wir uns endlich einmal zusammenreißen und es so machen, wie es richtig ist.

Unser gesamtes Verständnis und die Beziehung zu Gott steht und fällt damit, wie wir dem Herrn gegenüberstehen und ob wir ihn als einen liebenden oder als einen grausamen Gott verstehen  – eine ärgerlicher Gott, oben in den Wolken, der uns richtet, und der mit seinen Augen ein Loch in unsere Seele brennt, und jede einzelne unserer Taten beobachtet.

Liebt Gott uns wenn wir sündigen?

Die Antwort ist ein grundsätzliches „Ja“, und wir müssen erkennen, wer Gott wirklich ist. So ist es in Wirklichkeit: Got liebt dich in jeder erdenklichen Situation. Er liebt dich zu jeder Zeit. Nicht nur ab und zu, sondern immer! Unser Herr liebt dich nicht nur, wenn du artig bist, und entzieht dir dann seine Liebe, wenn du sündigst. Manche Leute glauben das. Noch einmal: ich habe viele Katholiken und Protestanten beraten, die damit Schwierigkeiten haben. Sie fühlen sich nicht gut genug für Gott.

Wir müssen verstehen, dass Gott nicht nur dann ein liebender Gott ist, wenn wir Gutes tun, und uns dann seine Liebe entzieht, wenn wir uns schlecht verhalten. Das wäre ein ziemlich wankelmütiger Gott. In Wahrheit beruht Gottes Liebe nicht darauf, wie wir uns verhalten.

Es ist für manche Menschen schwierig, das zu glauben und anzunehmen. Es gibt Christen, die immerzu beten und trotzdem mit der Idee auf Kriegsfuß stehen, dass Gott sie nicht liebt, oder böse auf sie ist, oder sie mißbilligt. Sie denken, dass sie seine Liebe verdienen müssen, indem sie ständig den Rosenkranz oder Novenas beten.

Ich habe mich mit vielen Menschen unterhalten, die mir ihre Sünden gestanden haben, die dann fälschlicherweise annahmen, dass ich sie verurteilen würde. Ich liebte sie jedoh einfach, und habe meine Meinung über sie nicht geändert. Gott ist unendlich mehr der Liebe fähig, als wir es sind. Er ist unendlich viel gütiger. Er ist ein wundervoller Vater, der uns bedingungslos liebt.

Im Römerbrief, Kapitel 5, hören wir von der bedingugslosen Liebe Gottes. Er besagt, dass wir zwar voll der Sünde waren, aber dass Jesus kam um für uns zu sterben und Sein Blut für uns zu vergießen, d. h. den schmerzhaftesten Tod für uns zu erleiden, sodass wir für alle Ewigkeit bei ihm sein können. Er kam um uns zu eretten als wir die schlimmsten Sünder waren, als wir keinen Ausweg wussten und wir weit von ihm enfernt waren.

Jesus liebt dich!Unser wundervoller Gott liebt, was Er sieht wenn Er dich betrachtet. Du bist sein Augapfel. Sein Kind, Seine größte Sorge. Lasse nur keinen Irrtum aufkommen! Gott hasst die Sünde! Aber er liebt DICH! Er hasst die Sünde zum größten Teil deshalb, weil sie uns von ihm trennt, und er will uns nicht für alle Ewigkeit verlieren, und schon gar nicht aufgrund der Sünde. Also, noch einmal: er hasst die Sünde! Aber er liebt dich, und Gott verwechselt diese beiden Tatsachen nicht miteinander!

Gott entzieht uns nicht seine Liebe, wenn wir sündigen. Das Gegenteil ist eigentlich wahr! Wenn wir eine Todsünde begehen, und selbst durch lässliche Sünden in geringerem Maße, dann entziehen wir ihm unsere Liebe. Wir wählen andere Götter und Götzen. Er entfernt sich nicht von uns, aber wir entfernen uns von Ihm!

Es ist sein inständiger Wunsch, bei uns zu sein. Er sehnt sich mit einem heiligen Feuer nach uns, dass wir zu Ihm zurückkehren, um Vergebung zu erhalten und um mit Ihm eine Beziehung eingehen, und er ist bereit alles dafür zu tun, um mit uns daran zu arbeiten, unsere Sünden zu überwinden. Es geht darum, ihn wieder zu lieben, sich wieder mit ihm zu versöhnen und sich nicht davor zu fürchten.

Unsere gesamte Beziehung beruht nicht darauf, ob wir gut genug sind oder nicht. Wenn wir damit aufhören würden uns simmer so stark darum zu bemühen ihn zufrieden zu stellen, dann würden  wir vielleicht seine Gnade in umserem Leben wirken lassen. Vielleicht könnten wir dann damit aufhören, immer alles perfekt machen zu wollen und das ganze Ihm zu überlassen. Es ist eine solche Last wie ein Perfektionist leben zu müssen. Gott weiß um unsere Schwächen. Er kennt unsere Gefühle, und wir müssen sie an ihn übergeben, und ihn in seiner Gande und seiner Vollkommenheit in unserem Leben wirken lassen. Noch einmal: Gott liebt uns und ruft uns immer zu ihm zurück, damit wir uns mit Ihm versöhnen.

Manche Menschen müssen damit aufhören sich so anzustrengen um Gott davon zu überzeugen, dass sie liebenswert sind. Höre mit der Anstrengung auf und auch so harsch mit dir selbst zu sein, und dir tagein und tagaus Sorgen darüber zu machen, ob du in seiner Gunst stehst. Es macht dich verrückt! Wir erlauben dem Teufel, uns immer wieder zu belügen was die Liebe Gottes betrifft, oder der Mangel daran. Stopp! Erlaube Gott, dich zu lieben! Erlaube es, dass man dich liebt, dass man dir vergibt und dich stärkt. Konzentriere dich nicht auf die Negativität der Sünde und der Sorge, und konzentriere dich und vertraue mehr auf die Macht Gottes!

Die Heilige Therese, die Kleine Blume, sagte einmal, dass selbst wenn sie alle Sünden der Welt begagngen hätte, selbst dann würde sie noch auf die Liebe Jesu und seine unendliche Gnade vertrauen. Sie erinnert sich, dass sie zu laufen anfangen würde und in die Arme Jesu springen würde, und sich in den Ozean seiner göttlichen Gnade vertiefen würde. Das ist Glauben! Das ist Vertrauen! Und das ist es, was wir brauchen.

Der Heilige Thomas von Aquin schrieb einst, dass die größten Sünder den glorreichsten Weg zur Gnade Gottes haben. Folglich hast du, wenn du ein großer Sünder bist, auch das größte Anrecht auf die Gnade Gottes. Der Meister des Rückzugs, Bruder Jean Pierre, sagte in seinem Buch „Ich glaube and die Liebe“,  dass es Gott nicht zu viel wird dir aufzuhelfen, und dir hundertundfünfzigmal zu vergeben, selbst wenn du hundertmal am Tage sündigst. Er kann weder in seiner Großzügigkeit noch vom Teufel übertroffen werden.

Begebe dich also zu ihm, wann immer du der Sünde anheim fällst. Jedes Mal wenn du versagst, renne zu ihm und sag: „Gott, ich habe es wieder getan. Vergib mir! Gewähre mir die Gnade, mich noch mehr anzustrengen, es besser zu machen, und mich auf meine Stärken und nicht auf meine Sünden zu konzentrieren.“

Noch eine weitere Bemerkung: Es ist mir aufgefallen, dass sich viele Christen sehr unchristlich verhalten, wenn sie online sind. Sie sind wütend, feindselig, unhöflich, verurteilend und einfach gemein. Diese Leute wissen selbst nicht um die Liebe Gottes, und sind häufig sehr strikt mit sich selbst und ihren eigenen Sünden. Aus diesem Grund sind sie sarkastisch und unhöflich, gemein und bissig sobald sie mit anderen diskutieren und wenn sie das Evangelium verkünden. Das hilft keinem und vertreibt die anderen umso mehr von Gott und dem Glauben (das genaue Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen). Das stammt nicht von unserem Erlöser!

Gott ist in ihren Augen sehr streng und zornig, weshalb sie ebenfalls sehr harsch und unfreundlich und ärgerlich mit jenen sind, die sie für Sünder halten. Sie kommunizieren daher nicht Gottes Liebe oder seine Wahrheit und Gnade. Diese Leute müssen ihr Leben zur Umkehr bringen und es bereuen. Sie müssen ihre Art und Weise der Kommunikation komplett verändern. Viele von uns können uns so lange nicht verbessern, bis wir zu Christus gelangen und wir seinen Frieden erfahren. Deshalb sollten wir innehalten und uns zurückziehen. Diese Leute bedürfen unbedingt der Heilung Gottes um ihm als liebenden Vater zu vetrauen.

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